Überwellenanalyse

Oberschwingungsanalyse (Harmonische) nach EN 50160

Die Oberschwingungsanalyse untersucht Verzerrungen der sinusförmigen Wechselspannung, die durch nichtlineare Lasten wie Frequenzumrichter, LED-Netzteile oder moderne IT-Geräte entstehen. Diese sogenannten “Überwellen” erzeugen thermische Zusatzbelastungen in Transformatoren, Kabeln und Schalteinrichtungen und können den Neutralleiter gefährlich überlasten.

Verursacher: Elektronische Geräte entnehmen Strom impulsartig, wodurch Ströme entstehen, die Vielfache der Grundfrequenz (50 Hz) erreichen. Besonders die 3. Harmonische (150 Hz) summiert sich im Neutralleiter und kann diesen stark erhitzen, auch wenn die Aussenleiter nur teilweise belastet sind.

Massnahmen: Ich setze passive Filterkreise oder aktive Netzfilter ein, um die Störströme gezielt zu kompensieren und die Netzqualität zu verbessern.

Grenzwerte: Gemäss EN 50160 darf der gesamte Klirrfaktor (THD) in öffentlichen Netzen 8 % nicht überschreiten. Überschreitungen können Geräte beschädigen, Schutzsysteme auslösen oder die Betriebssicherheit mindern.

Resonanzgefahr: In Kombination mit Kompensationsanlagen können Oberschwingungen Resonanzkreise bilden, die Spannungsspitzen verursachen und Bauteile zerstören. Eine frühzeitige Analyse ermöglicht es, Risiken zu erkennen, gezielt Filterlösungen zu planen und die Lebensdauer von Anlagen signifikant zu erhöhen.

Nutzen: Regelmässige Oberschwingungsanalysen sichern Netzqualität, reduzieren Ausfallrisiken und gewährleisten normgerechte Betriebssicherheit für Industrie- und Gewerbeanlagen.

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